Beim Neubau einer Garage stellt sich der Bauherr heutzutage immer die Frage, ob er ein Fertiggaragenmodell auswählen soll, oder die flexibel gestaltbare Garage der Marke Eigenbau bevorzugen sollte. Für diese Frage maßgeblich sind natürlich das vorhandene, finanzielle Budget, die örtlichen Begebenheiten sowie die Bedürfnisse der Nutzer.
Vor- und Nachteile beider Modelle halten sich meist die Waage und es kann keine prinzipielle Empfehlung für eine der Bauarten ausgesprochen werden. Zumal gerade in den letzten Jahren der Fertiggaragen-Sektor immer vielfältiger wurde. Letztendlich ist es jedem Bauherren anzuraten, vor Errichtung einer Garage beide Varianten genauestens zu hinterfragen und dann eine völlig persönliche Entscheidung für eine der beiden Ausführungen zu treffen.
Die Fertiggarage muss lediglich auf einem zuvor errichteten Fundament aufgestellt und durch den Anbieter elektronisch angeschlossen werden (Licht, elektrische Toröffnung, etc.). Direkt im Anschluss kann die Fertiggarage auch schon vollkommen genutzt werden und damit spricht der Zeitfaktor also eindeutig für diese Art der Garage. Des Weiteren sind Fertiggaragen in der Regel günstiger im Anschaffungspreis, als selbst errichtete Garagen. Auch die einzeln angebotenen Modelle versprechen inzwischen eine großzügige Vielfalt und so kann der Konsument selbst zwischen exotischen Varianten wie der Flach-, Pult- oder Satteldachausführung wählen. Egal, ob der Bauherr eine Doppelgarage, mit oder ohne Durchgang, seitlichen Türen oder Fenstern bestellen möchte, wären all diese Sonderwünsche ohne Weiteres mit einer Fertiggarage zu realisieren. Und selbst die Bandbreite der inzwischen erhältlichen Standardmaße wurde deutlich erhöht. Überdies können Fertiggaragen bei jedem Umzug mitgenommen werden, was ihre Rentabilität deutlich unterstreich. Auch ist der Anbau von einem Carport an die Fertiggarage jederzeit möglich und falls ohnehin auf eine sehr einfache Fertiggarage aus Blech zurückgegriffen wird, so kann sogar ein komplett kostenfreies Recycling selbiger in Betracht gezogen werden. Obendrein eignen sich Fertiggaragen perfekt für den Reihenbau.
Dem gegenüber steht die massiv errichtete und äußerst strapazierfähige Garage der Marke Eigenbau. Bezüglich ihrer Maße ist die eigens errichtete Garage absolut flexibel gestaltbar, womit sie sich den Örtlichkeiten weitaus besser anpassen lässt. Das nennt man in der modernen Heimwerkersprache auch die "optimale Flächenausnutzung". Trotz aller Wärmedämmmaßnahmen einer Fertiggarage kann die selbst errichtete Garage in diesem Bereich meist nochmals positiv punkten. Vor allem dann, wenn zusätzlich noch eine Werkstätte mit Heizofen im Garagenraum errichtet werden soll. Denn die Integration eines Ofenrohres ist für Fertiggaragen prinzipiell nicht vorgesehen und derartige Sonderanfertigung werden nur gegen einen meist prächtigen Aufpreis gewährt. Selbstverständlich kann auch an einer selbst errichteten Garage ein Carport angebaut werden wie an die fertige Garagenvariante aus dem Handel. Dabei ist in der Regel die Befestigung des Carports ohnehin einfacher zu realisieren, weil sich Ziegelsteine für diesen Zweck leichter durchbohren lassen als etwa die Betonwände von Fertiggaragen. Was als weiterer Vorteil der Selbstbaugarage gewertet werden kann ist, dass an den Innenwänden beispielsweise besser und stabiler schwere Geräte wie etwa die Winterreifen aufgehängt werden können.