Zum Kauf eines Eigenheims gehört neben finanziellen Rücklagen und etwas Mut vor allem auch eine gute Zeitplanung. Nicht selten aber bietet sich eine Top-Immobilie gerade dann an, wenn einer der Faktoren nicht gegeben ist. Gerade zeitlich können sich so Übergangsphasen ergeben, die mit ein wenig Planung angegangen werden müssen. Vor allem Renovierungsarbeiten können hier schnell finanziell und zeitlich zu Buche schlagen – Käufer sollten daher gut im Voraus planen.
Wichtig ist, Renovierungsarbeiten nach unterschiedlicher Priorität zu gliedern. Vor allem müssen sanitäre Einrichtungen wie Küche oder Bad vorhanden sein. Daneben sollten Treppen, Türen und das Dach vollständig fertiggestellt sein, bevor der Einzug ansteht. Arbeiten an der Fassade hingegen können getrost auch nach dem Einzug angegangen werden, da sie keinerlei Einfluss auf die Wohn- und Schlafqualität der Familie haben. Unter keinen Umständen sollten jedoch das Haus oder bestimmte Räume bezogen werden, sofern sie noch nicht gedämmt sind. Denn neben unangenehmen Raumtemperaturen heizt man hier quasi doppelt – und das belastet nur unnötig den Geldbeutel.
Wer also noch so einiges nach dem Hauskauf zu tun hat, sollte sich frühzeitig über die Dauer und die Finanzierungsmöglichkeiten Gedanken machen. Denn gerade für Renovierungsarbeiten bietet es sich an, eine der zahlreichen Fördermöglichkeiten in Anspruch zu nehmen, die für umweltfreundliche Erneuerungen vorgesehen sind. Zwar ist deren Erstanschaffung meist etwas teurer als herkömmliche Methoden, auf mehrere Jahre gesehen aber rechnet sich deren Einbau erheblich und das spart Energiekosten.
So findet sich für jede Etage, vom Keller über das am meisten genutzte Erdgeschoss bis hin zu Dach- und Schlafräumen, eine energiesparende Baumaßnahme. Gerade bei der Erneuerung der Heizanlage können Hausbesitzer von den Fördermitteln für energieeffizientes Bauen profitieren. Eine genaue Liste über förderfähige Baumaßnahmen sind bei den Institutionen wie beispielsweise der KfW Bankengruppe erhältlich. Hier ist genau aufgezeichnet, welche Erneuerungen unterstützt werden und welche nicht.
Mit eingeplant werden sollte daher auch der zeitliche Faktor, denn für die Genehmigung bestimmter Erneuerungen können manchmal mehrere Monate vergehen – Zeit, die die neuen Besitzer aber häufig schon in den neuen Immobilien verbringen. Zwar können sich Bauherren die finanziellen Mittel vorstrecken lassen oder rückwirkend erhalten, besser ist es jedoch, sich bereits bei der Suche nach einer gebrauchten Immobilie über passende Fördermittel zu informieren. Jedes Jahr bleiben Millionen an Förderbeträgen ungenutzt – häufig aus Unwissenheit und Zeitknappheit der Käufer. Also lieber einmal genauer und rechtzeitig nachfragen statt die schnellstmögliche Alternative aufzugreifen.