Sehr viele unterschiedliche Gründe können zum Verkauf einer Immobilie führen. Zum Beispiel kann es sein, dass eine junge Familie ihre Eigentumswohnung verkaufen möchte, um dafür in ein größeres Haus umzuziehen. Oftmals sind jedoch eher weniger erfreuliche Gründe für den Immobilienverkauf ausschlaggebend: wenn Immobilienbesitzer beispielsweise aufgrund finanzieller Schwierigkeiten zum Verkauf ihres Objekts gezwungen sind, obwohl dies eigentlich als Kapitalanlage dienen sollte. Oder wenn das Objekt nicht den gewünschten Gewinn abwirft oder seinen Besitzer sogar finanziell belastet, wächst der Wunsch nach einem raschem Verkauf der Immobilie. Dabei sollte jedoch einiges beachtet werden.
Wer eine Immobilie verkaufen möchte, der sollte zunächst den Verkaufspreis für das betreffende Objekt festlegen. Wird der Preis zu niedrig angesetzt, ist mit Verlusten zu rechnen. Ist der Verkaufspreis jedoch zu hoch, dann wird es schwierig sein, einen willigen Käufer zu finden. Wie kann also ein angemessener Verkaufspreis ermittelt werden?
Hier kann zunächst ein Blick in den Immobilienteil der örtlichen Tageszeitung helfen. Hier lassen sich aktuelle Immobilienangebote aus der näheren Umgebung finden. Oftmals befinden sich unter derartigen Anzeigen auch Objekte, die dem eigenen Haus oder der eigenen Wohnung ähnlich sind. So kann auf diese Weise ein erster Vergleich zwischen aktuellen Immobilienangeboten und dem eigenen Objekt gezogen werden. Bei Eigentumswohnungen kann ein Vergleich der Mietpreise in der eigenen Wohngegend als erste und grundlegende Orientierung dienen.
Zur Ermittlung eines geeigneten Kaufpreises kann außerdem ein Makler herangezogen werden. Immobilienmakler haben einen guten Überblick über den akuellen Markt und können den Wert des zu verkaufenden Objekts ehrlich und kompetent einschätzen.
Zusätzlich kann die Meinung eines vereidigten Sachverständiger eingeholt werden. Dieser kann unter anderem anhand des Zustands der Immobilie den Sachwert des Objekts bestimmen und diesen in einem Gutachten festhalten. Diese Methode der Kaufpreisbestimmung ist jedoch relativ kostspielig.
Der Verkauf kann entweder privat oder über einen Makler erfolgen. Es kann entscheidende Vorteile haben, den Verkauf des Objekts von einem erfahrenen Makler durchführen zu lassen. Wer sich jedoch eine hohe Maklerprovision sparen möchte, der muss dafür viel Zeit in den Verkauf investieren und muss sich auf sein eigenes verkäuferisches Geschick verlassen.
Ist schließlich ein Käufer gefunden, dann können beide Parteien den Kaufvertrag unterzeichnen. Wichtig ist es dabei, den Kaufvertrag vom Notar beglaubigen zu lassen. Nur auf diese Weise gilt der Verkauf als rechtmäßig.
Ebenfalls bedacht werden sollte die für das Objekt anfallende Grunderwerbssteuer, die derzeit bei 3,5 Prozent liegt. Normalerweise muss der Käufer diese bezahlen. Kommt er seiner Zahlungspflicht jedoch nicht nach, dann kann der Verkäufer vom Finanzamt zu Kasse gebeten werden. Wird die Immobilie innerhalb der eigenen Familie verkauft, fällt hingegen keine Grunderwerbssteuer an.